10.6. Sommerfrische
Urlaub anno dazumal
„Mitte Mai beginnt sich Wien zu leeren, Anfang Juni wird es öde und Mitte Juni ist Wien wie ausgestorben!“
So beginnt ein Feuilleton zum Thema Sommerfrische aus dem Jahr 1891. Der Text nimmt dann allerdings eine unerwartete Wendung, denn es befanden sich ja nicht alle Wiener und Wienerinnen in der Sommerfrische.
„‚In Wien muss es jetzt recht langweilig und öde sein,‘ höre ich die Damen in den Sommerfrischen sagen, aber: Woher vermuten Sie denn, meine allverehrten Sommerfrischlerinnen, dass es in Wien so furchtbar öde ist? Weil Sie nicht da sind?“
Während sich die oberen Zehntausend also in der Sommerfrische aufhielten, ging in Wien das Leben in der Hitze der Großstadt normal weiter. Doch auch hier wusste man sich zu helfen: Sofa und Radiogerät wurden auf den Gehsteig gestellt, und so manche Hausmeisterfamilie hatte es da mondäner als in einem angesagten Sommerdomizil.
Am Klavier unterhält Katharina Litschauer mit charmanten Melodien.
🎧 „Musikalisches aus den Sommerfrischen“ (6.7.1888)
Mi., 10.6.2026 · Café Korb
Brandstätte 9, 1010 Wien
Beginn: 19:00
Eintrittskarten:
Vorverkauf: 16,– € (ermäßigt 10,– €)
Abendkasse: 20,– € (ermäßigt 10,– €)
Ermäßigung für unter 26-Jährige: Schüler, Studierende, Lehrlinge sowie Präsenz-/Zivildiener mit entsprechendem Ausweis.
📅 Terminankündigung & Vorverkauf